Workshop/Tanzaktion (all gender), Freitag 14:00
Sprache: deutsch, Körpersprache. Die Leitung beherrscht Englisch und Spanisch. Wir versuchen selbst zu übersetzen und bilden zur Unterstützung Sprachtandems zu Beginn des Workshops.
Wie wirkt Militarisierung auf unsere Körper? Wie können wir Militarisierung in und durch unsere Körpe dekonstruieren? Die aktuelle Kriegsrhetorik lässt uns nicht kalt, macht uns wütend, erschreckt, besorgt. In diesem Workshop nutzen wir queer-feministische Tanz- und Bewegungspraxis um uns kollektiv diesem Thema anzunähern- gedanklich, verkörpert, sinnlich. Uns interessiert dabei unsere eigene Militanz, die aus dem wohlwollenden Bezug zu unseren Körpern entsteht und sich der verschärften Militarisierung der Gesellschaft entgegenstellt. Wir beginnen mit einem kurzen Warm-Up, in dem wir uns unserer Körperlichkeit zuwenden. Daraufhin erweitern wir unsere individuellen Bewegungräume durch eine gemeinsame Auseinandersetzung mit der Thematik und verleihen dem Widerständigen Ausdruck. Wir verstehen Tanz als gestaltete Körperbewegung und nicht als Technik. Du brauchst also keine Tanzerfahrungen. Eingeladen sind ALLE Interessierten, denen es möglich ist den abgesprochenen Konsens einzuhalten: Beim gemeinsamen Tanzen findet Berührung immer auf verschiedene Weise statt. Wir möchten alle Teilnehmenden ermutigen, die eigenen Grenzen aktiv zu wahren und werden euch in unserem Möglichkeitsrahmen darin unterstützen. Dance Out Loud: Ist ein kleines Hamburger Kollektiv, in dem wir queer-feministische Tanzformate außerhalb patriarchaler-kapitalistischer Be- und Verwertungslogik erproben. Das Tanzformat folgt unserer Analyse von der Unterordnung des Körperlichen und der freien Bewegung im Patriarchat – also der Vorherrschaft des Männlichen, die verschiedene Formen von Unterdrückung durchsetzt. Aus unserer Perspektive ist die Verbindung mit unseren Körpern und die freie Entfaltung im Tanz, Quelle für einen wohlwollenden Bezug zu uns selbst und anderen – auch indem wir bestehende Widerstände spürbar, und unsere Wut, die sich gegen alle Formen der Unterdrückung richtet, ausdrücken und sichtbar machen. Unser Tanzformat haben wir über die letzten vier Jahre (2022-2026) in einem Tanzangebot für FLINTA* (Frauen-Lesben-Inter-Nichtbinäre-Trans und Asexuelle Personen) entwickelt und teilweise als Protestform auf die Straße gebracht.
Ca. 45 min angeleiteter Workshop und anschließend offener Austausch für mögliche (Tanz-)Aktionen im Rahmen des Protestwochenendes.
Von und mit: Dance Out Loud – Kollektiv (Hamburg)
