Freitag, 25.09.26, ab 19 Uhr
Josie D.
Josie D. steht für Rap mit Tiefe, ganz ohne Macker und dafür mit um so mehr systemkritischen Anspruch.
Als Transfrau ist sie eine Seltenheit in einer von Männern dominierten Szene und setzt dadurch Akzente welche bisher quasi unerforscht im Bereich des Deutschraps waren.
Die Songs sind dabei facettenreich, vom „Pflastersteine werfen, weil die Welt nicht mehr zu ertragen ist“ bis hin zu melancholischen Texten.
Gegen Kapitalismus, Krieg und Herrschaft zu sein ist für sie schon immer die größte Motivation gewesen zu rappen.
HOSAIN 0093
HOSAIN 0093 kommt aus Afghanistan und ist im Iran aufgewachsen. An Afghanistan selbst hat er nur wenige Erinnerungen, doch seine Herkunft, die Geschichte seines Landes und seine eigenen Erfahrungen mit Flucht und Heimatlosigkeit prägen seine Musik bis heute.
In seinen Rap-Texten erzählt er von den Schmerzen, Ängsten und Hoffnungen von Geflüchteten – insbesondere von Afghaninnen und Afghanen. Er beschreibt, wie es sich anfühlt, die eigene Heimat zu verlassen, unterwegs zu sein und sich immer wieder ein neues Leben aufbauen zu müssen.
Ein besonders wichtiges Anliegen ist es HOSAIN 0093, die Stimmen von Frauen in Afghanistan hörbar zu machen. Frauen, denen Freiheit, Bildung und grundlegende Rechte genommen werden, sollen nicht vergessen werden. Mit seiner Musik möchte er Aufmerksamkeit schaffen und seine Stimme auch für diejenigen einsetzen, die selbst kaum gehört werden.
HOSAIN 0093 rappt auf Dari und Persisch. Für ihn ist Rap weit mehr als Musik: Er ist Hoffnung, Ausdruck und ein wichtiger Teil seines Lebens. In schwierigen Zeiten war die Musik sein bester Freund und sein treuester Begleiter.
Mit seinen Songs möchte HOSAIN 0093 weiterhin Geschichten erzählen, Menschen erreichen und mit seiner Musik etwas bewegen.
Maru, DANKEND ABGELEHNT
Maru macht Rap und Kunst und kommt aus Hamburg. Die Musik verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Themen und bewegt sich dabei zwischen Verletzlichkeit, Wut, Selbstbehauptung und der Suche nach Zugehörigkeit.
Die Texte sind direkt, persönlich und manchmal unbequem. Maru erzählt von Beziehungen, Entwurzelung, Freundschaft, Identität und dem Versuch, sich in einer Welt einen eigenen Platz zu finden. Dabei muss nicht jeder Song politisch sein – ihre Musik entsteht aus dem, was sie selbst erlebt, beobachtet und beschäftigt.
Live bringt Maru ihre Songs mit einer sanften und unmittelbaren Energie auf die Bühne. Zwischen Rap, Atmosphäre und persönlichen Geschichten entsteht ein Set, das nicht nur etwas erzählen, sondern vor allem etwas spürbar machen will.
DELLE (Berlin/Hamburg)
Mülltrennung für die Ohren.
DELLE verbindet Electropop, Techno und Punk zu einem Sound für eine Generation im Konflikt: Politisch wach, kulturell überdreht, alle auf der Suche. Zwischen Klimakrise, Kulturkriegen und Clubnächten entsteht Mülltrennung für die Ohren: Alles ist verwertbar, aber mache Sachen kann man nur noch anzünden.
